Geschichte der Schützenhalle Bödefeld
1874
wird das Schützenzelt gebaut. In der Ausgabe des Mescheder Kreisblattes vom 24. 03. 1874 heißt es wörtlich: Ver-ding :
Donnerstag, den 25. d. M., vormittags 10 Uhr, sollen im Schmidt’schen Gast-hause die Zimmerarbeiten zur Erbauung eines festen Schützenzeltes hierselbst öffentlich mindestfordernd verdungen werden, wozu qualifizierte Unternehmer freundlichst einladet.
Die Zimmerarbeiten erhielt der Zimmer-meister Theodor Abshoff von Mesche-de. Der Preis für die Zimmerarbeiten betrug 267 Taler 15 Silbergroschen.
(Heutige Kaufkraft-Schätzung: ca. 9.000 – 10.000 €)
1886
Der Mittelbau des Schützenhauses, der Asphalt-Pappe als Bedachung hatte, bedarf der Reparatur und wird mit Eisenblech neu gedeckt.
1912
erhält die Schützenhalle elektrisches Licht.
1922
Die Schützenhalle wird nach dem Plan von Zimmermeister Matthias Albers-Wengelen baulich verändert und bedeu-tend erweitert.
1945
In den letzten Tagen des Kriegsgeschehens, von dem nun nebst vielen anderen sauerländischen Dörfern auch unser Dorf betroffen war, wurde unsere Schützenhalle schwer in Mitleidenschaft gezogen. Von mehreren Artilleriegeschossen getroffen, glich sie nunmehr einer Ruine und war abbruchreif. Auch von dem untergestellten Hab und Gut war durch den Beschuss vieles beschädigt, vieles in den ersten Nachkriegstagen entwendet worden. Die Schützengesellschaften und Vereine wurden von der Militärregierung verboten, das Eigentum derselben beschlagnahmt.
1949
Unter der tatkräftigen Mithilfe aller Mitglieder wird unter Leitung des Vorsitzenden, Schützenhauptmann Fritz Brüggemann, die Schützenhalle in massiver Bauweise neu aufgebaut. Am 25. 07. 1949 konnte bereits das Richtfest und am 11. 09. 1949 die Einweihung der neuen Halle, verbunden mit dem Schützenfest, gefeiert werden. An der Einweihungsfeier am Schützenfestsonnabend nahmen auch einige Schützenbruderschaften aus der Nachbarschaft teil. Die benötigten Tische und Bänke, denn eigenes Inventar hatte die Schützenbruderschaft noch nicht, wurden von der Schützenbruderschaft Fredeburg unentgeltlich geliehen.
1950
Die ersten Reparaturen der Schützen-halle melden sich an. Das Dach ist an mehreren Stellen undicht. Eine erneute Bedachung mit Dachpappe als zweite Lage wird schon früher als beabsichtigt notwendig.
1954
Die Tanzfläche der Schützenhalle soll als Raum für kulturelle Veranstaltungen durch verschiebbare oder klappbare Wände abgetrennt werden.
1957
Im Hinblick auf die Förderung kultureller Veranstaltungen in der Schützenhalle wird der weitere Ausbau der Bühne beschlossen.
1960
Schmuckstück für unsere Schützenhalle schenkt Vorstandsmitglied Wilhelm Stöber der Schützenbruderschaft St. Vitus einen in monatelanger Arbeit selbst geschnitzten Adler mit den Insignien der Herrschaft: Krone, Apfel, Zepter. Der Adler hat eine Flügelspannweite von ca. 2,50 m.
1961
Infolge der schlechten Luftzirkulation unter dem Fußboden der Tanzfläche sind die Balken und die damit verbundene Schutzdecke sowie ein Teil des Fußbodens selbst vollständig morsch geworden. Somit muss die Tanzbodenfläche, um Unglücksfälle von Personen bei Veranstaltung zu vermeiden, dringend erneuert werden. Um in Zukunft derartige Schäden zu verhüten, soll der neue Tanzboden zunächst eine gute, isolierte Betondecke erhalten. Auf diese soll dann der eigentliche Fußboden, Parkett aus Eiche, verlegt werden.
1963
Noch vor dem Schützenfest erhält die Schützenhalle eine moderne Lautsprecheranlage.
1965
Der Bau eines größeren und moderneren Speisesaals soll Wirklichkeit werden. Der vorliegende Plan von Architekt Menke in Bestwig wird gutgeheißen. Mit den Bauarbeiten für den Rohbau, die an die Fa. August Heimes in Ramsbeck vergeben waren, wurde noch im Herbst begonnen, so dass bereits im Dezember der Rohbau fertiggestellt war. Die Rohbaukosten betrugen DM 35.472,57. Zimmerarbeiten und Ausbau der Saaldecke waren, an die Fa. Franz Josef Knipschild in Bödefeld vergeben.
1973
Die außerordentliche Generalversammlung findet statt. Die am 7.5.1972 vom Vorsitzenden Klauke vor-getragenen und dringend notwendigen Baumaßnahmen werden nach näherer Erläuterung eingehend beraten und bei einer Gegenstimme wird die Durchführung der Baumaßnahme fast einstimmig beschlossen. Ein vorliegender Plan des Architekten Günter Sander aus Schmallenberg findet die allgemeine Zustimmung der anwesenden Schützenbrüder. Der aufgestellte Kostenvoranschlag lautet für den Rohbau, die Heizungsanlage und die Theken auf DM 124.000,00. Um den Finanzierungsplan sicherzustellen, wird beschlossen, dass jeder Schützenbruder eine Baukostenspende von DM 150 zu leisten hat (ca. DM 34.000) und bei der Warsteiner Brauerei ein Darlehen von DM 40.000 aufgenommen werden soll. Außerdem wird von der Gemeinde Bödefeld Freiheit ein Zuschuss von DM 50.000 erwartet.
1974
Im August dieses Jahres wurde mit dem Innenausbau der Halle begonnen.
1975
Investition in eine Lautsprecheranlage – Darlehen durch die Kolpingsfamilie in Höhe von 6.500 DM
Die Halle wird weiter ausgebaut.
1977
Es wurde der Beschluss gefasst, den Schützenplatz neu zu gestalten durch Pflasterung. Im Hinblick auf die starke Verschuldung – resultierend aus den Baumaßnahmen in den Jahren 1973 bis 1975 – wurde beschlossen, eine entsprechende Umlage in Höhe von 70 DM je Mitglied zu kassieren, welche fast ein-stimmig genehmigt wurde.
1983
Ab 1983 wird die Halle während der Ferienzeiten als Ferienlager vermietet.
1984
Kauf Teilgrundstück von Ferdinand Knipschild (Ferdchen) – Grünstreifen mit Garagen neben der Halle.
Investitionssumme: 9.600 DM für Grundstück plus 7.000 DM für Garagen
1988
Es wurde die Installation einer Duschanlage in der Schützenhalle, die vorwiegend für die Mieter der Ferienlager gedacht ist, erörtert.
1992
Die Versammlung beschließt in ihrer Jahresversammlung den Neubau der gesamten Toilettenanlage sowie den Umbau des Eingangsbereichs.
Zur Finanzierung des Bauvorhabens – wie in der letzten Jahresversammlung beschlossen – wurde ein Sonderbeitrag von 350,- DM pro beitragszahlendem Schützenbruder erhoben; für jüngere Mitglieder ist eine Zahlung in 4 Raten möglich.
1999
Die gesamte Elektroinstallation wurde erneuert und das nördliche Seitenschiff kann nun durch Rolltore abgetrennt werden.
2001
Bei einer Vorstandssitzung des Schützenvorstandes kommt es in der Zwischendecke des Speisesaals zu einem Kabelbrand es entsteht ein Schaden von 41.000 DM
2009
Auf dem Dach der Schützenhalle wird auf Betreiben des Vorstandes eine PV-Anlage in Eigenregie installiert. Kosten der Anlage 157.600 €.
2010
Es wurden 50 neue Tische für die Schützenhalle vom Sozialwerk St. Georg beschafft. Diese wurden teils durch Spenden finanziert und Namenschilder der Spender auf den Tischen angebracht.
Eine neue Heizung wurde in der Halle installiert (Kosten 11.000 €).
2012
Die Theke auf der Seite Hunau Reisen (Ferdchen), sowie die in der Sektbar wird komplett abgerissen und neu aufgebaut.
2014
Installation von weiteren neuen Rolltoren auf der Eingangsseite durch Tischlerei Vollmer.
2015
Über die Palme wird anstelle der alten Holzbrücke eine neue Stahlbrücke installiert.
In der Halle wird eine neue Akustikdecke installiert. In diesem Zuge wird die Beleuchtung und Stromverteilung erneuert. (Kosten 32.500 €)
2017
Die Eingangstür der Schützenhalle wird erneuert und mit einem Vordach erweitert. An dem Vorbau wird eine Dämmung angebracht.
2018
Die Theke auf Mühlen-Seite wird abgerissen und neu aufgebaut. (Kosten 42.700 €)
2019
Eine neue Bestuhlung (500 Stück) wurde von der Fa. Schulte aus Madfeld angeschafft. Kosten: 41.000 €. Die neuen Stühle wurden von der Stadt Schmallenberg mit 5.500€ bezuschusst.
2020
Die Toiletten auf Seite Hunau-Reisen werden erneuert, da Mängel an der Verrohrung aufgetreten sind. (Kosten 50.600 €)
Lange Theke vor dem Umbau
2022
Beginn der Umbau arbeiten an den Toiletten (Mühlen-Seite), den neuen Duschräumen, Theke und Treppenhaus. Es sollen neue Duschräume für die Ferienlager entstehen. Die Maßnahme wird teils durch Crowdfunding (Spenden) und durch Zuschüsse vom Land NRW finanziert.
2024
Abschluss der Baumaßnahmen im Juni. (Gesamtkosten 162.000 €, davon knapp 60.000 € durch Zuschüsse und Spenden finanziert)