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Vogelschießen

Das traditionelle Vogelschießen findet einmal im Jahr im Rahmen unseres Schützenfestes statt. Das Hauptschießen findet am Sonntag des Schützenfestes statt. Dabei werden ein Schützenkönig sowie ein Vizekönig ermittelt.
Seit dem Jahr 2025 wird zusätzlich ein Jungschützenkönig ermittelt. Dies dient der Teilnahme an überregionalen Jungschützenschießen, für die eine Altersbeschränkung bis zum vollendeten 25. Lebensjahr gilt. Der Jungschützenkönig wird am Freitag des Schützenfestes an der Schützenhalle ermittelt. Teilnahmeberechtigt sind alle Schützen im Alter von 16 bis 25 Jahren.

Alle fünf Jahre findet außerdem das Kaiserschießen statt. Teilnahmeberechtigt sind hierbei alle ehemaligen Schützenkönige der Schützenbruderschaft.

Die Schützenbruderschaft betreibt zwei Schießanlagen: eine Anlage außerhalb von Bödefeld am Rotwildgehege, die bei gutem Wetter genutzt wird, sowie eine Schießanlage an der Schützenhalle für schlechtes Wetter. Die Entscheidung über den Austragungsort wird am Samstag des Schützenfestes getroffen.

Vogelstange am Wildgehege

Die Vogelstange im Wandel der Zeit

Seit dem Jahr 1882 wird an der Vogelstange anstelle eines einfachen Vogels ein Adler aufgesteckt. Bereits damals war das Vogelschießen mit Prämien verbunden: Für Krone, Reichsapfel und Zepter wurden gestaffelte Geldbeträge aus der Schützenkasse gezahlt, der Abschuss des gesamten Adlers wurde mit 10 Mark honoriert – ein beachtlicher Anreiz für jene Zeit.
Ein bedeutender Einschnitt erfolgte 1950, als beschlossen wurde, dass die Würde des Schützenkönigs nicht vom persönlichen Geldbeutel abhängen solle. Durch einen solidarischen Zusatzbeitrag aller Mitglieder wurde das bisherige Schussgeld abgeschafft. Diese Regelung galt erstmals für den König des Jahres 1951. Gleichzeitig wurde das Mindestalter für den Königsschuss auf 21 Jahre festgelegt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte 1952 erstmals wieder mit Gewehr und scharfer Munition auf den Vogel geschossen werden. Zur weiteren Sicherung des Schießbetriebs wurde 1962 ein vorschriftsmäßiger Kugelfang an der Vogelstange errichtet.
Die langfristige Nutzung des Geländes wurde 1981 gesichert, als die rund 4.200 Quadratmeter große Fläche an der Vogelstange für 30 Jahre von der Stadt Schmallenberg angepachtet wurde. In den folgenden Jahrzehnten wurde kontinuierlich investiert: 1995 entstand eine neue Vogelschießanlage, zugleich wurden umfangreiche Umbauten an der Schützenhalle abgeschlossen.
Mit viel Eigeninitiative errichteten die Schützen 2004 eine Schutzhütte an der Vogelstange. Zuletzt wurden 2022 Schießstand, Gittermast und Kugelfang aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben umfassend erneuert. Auch diese Arbeiten wurden in Eigenregie durchgeführt und unterstreichen bis heute den starken Gemeinschaftssinn und den Einsatz der Schützen für ihre Tradition.

Aktuelle Bilder der Vogelstange

Vogelhochstand neben der Halle

Im Jahr 1980 fasste der Verein einen zukunftsweisenden Beschluss: In unmittelbarer Nähe der Schützenhalle sollte eine zweite Vogelstange errichtet werden. Ziel war es, bei ungünstiger Witterung eine wetterunabhängige Alternative zu schaffen und den Ablauf der Veranstaltungen dauerhaft abzusichern.

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